Projekte mit besonderem Netzwerkcharakter - Kategorie E

Ingelheimer Medientage und Mini-Medientage

Projektbeschreibung: Ein lebendiges, seit Jahren zusammenarbeitendes Netzwerk von Universität und Schulen liefert ein Beispiel für weitreichende Medienarbeit. Die Ingelheimer Medientage wurden ursprünglich vor 5 Jahren von einer Projektstelle für Medienpädagogik des evangelischen Dekanats Ingelheim in Kooperation mit der Stadt ins Leben gerufen. Die Universität Mainz wurde als Kooperationspartner anschließend für die Umsetzung der Workshops gewonnen. Studierende bieten an jeweils drei Tagen die Medientage für 3. und 5. Klassen in Ingelsheim an. Die klassen- und schulübergreifenden Workshops umfassen ein breites Themenspektrum: virtuelle und reale Kommunikation, Mediennutzung, Medienwissen, Apps, Computerspiele, Cybermobbing, Hate Speech, Fake News, Kettenbriefe, Soziale Netzwerke, YouTube, Datenschutz und Datensicherheit. Auch Eltern und Lehrer werden mit einbezogen. Ein herausragendes Modell, das aus der Wissenschaft Medienpädagogik in die Praxis bringt, reflektiert, weiterentwickelt und verstetigt.

Ziele: 

  • Die Schüler*innen sollen im Umgang mit Medien sicherer werden, medienkritisch handeln und ihr Verhalten mit und in den Medien reflektieren.
  • Die Lehrkräfte sollen für die Integration von Medien in der Schule sensibilisiert werden und erfahren, dass es nicht unbedingt ein Schulfach „Medienbildung“ braucht, um Kindern und Jugendlichen Medienthemen zu vermitteln, sondern dass diese Bereiche auch gut als Querschnittsthemen in allen Fächern vermittelt werden können.
  • Eltern sollten nicht darauf warten, dass Schule das Thema Medienerziehung übernimmt, sondern selbst tätig werden. Zusätzlich geht es auch darum, Eltern zur Reflexion zum eigenen Medienhandeln anzuregen und ihnen ihre Vorbildfunktion bewusst zu machen.
  • Für Studierende geht es darum, neben der universitären Theorie auch praktisch tätig zu werden und Erfahrungen zu sammeln.


Zielgruppen:
 Die direkte Zielgruppe der Medientage sind Fünftklässler der weiterführenden Schulen der Stadt Ingelheim. Insgesamt handelt es sich jedes Jahr um ca. 400 Schüler*innen. Die Zielgruppe der Mini-Medientage sind Schüler*innen der 3. Klassen der vier Ingelheimer Grundschulen. 2017 haben ca. 260 Schüler*innen an den Mini-Medientagen teilgenommen.  

Institution: Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Institut für Erziehungswissenschaft, AG Medienpädagogik; Kooperationspartner: Kriminalpräventive Sicherheitspartnerschaft Ingelheim mit Unterstützung der Schulsozialarbeit der Grundschule

Preisträger 2017

Medienkompetenz, Medienbildung, Medienpädagogik, Dieter Baacke Preis, GMK